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TÜV Rheinland

Wearables: Bei Fitnessarmbändern auf Datenschutz achten
TÜV Rheinland: Wachsender Markt für tragbare Technologien
Wearables messen Pulsfrequenz und Schrittzahl

TUEV RheinlandKöln (ots|wro) - Für den Vorsatz, sportlich ins neue Jahr zu starten, eignen sich
Wearables ausgezeichnet. Sie sind am Körper tragbare, vernetzte Geräte, die
Aktivitäten und Werte messen. Solche Fitnessarmbänder oder Smart Watches
können den Verbraucher motivieren und ihm dabei helfen, seine Belastung zu steuern. "Immer mehr Menschen
nutzen diese Technologien. Da Wearables aber persönliche Daten sammeln, sollten Verbraucher einige Dinge
beachten", rät Günter Martin, Internetexperte bei TÜV Rheinland.

Sensible Datensammlung

Die Eingabe von Gewicht und Alter des Nutzers sind bei
den Wearables grundsätzlich nötig. Zudem speichern sie
die Aufenthaltsorte und messen Pulsfrequenz, Schrittan-
zahl, zurückgelegte Strecke, verbrauchte Kalorien, Ge-
schwindigkeit, Steigung und teilweise auch die Schlaf-
qualität. Diese Daten überspielen die Geräte per Blue-
tooth auf die Smartphone-App des Verbrauchers und
oftmals auch direkt auf den Server des Anbieters. "Die-
ser Vorgang ist sehr kritisch zu sehen. Die Unternehmen
erhalten wertvolle Daten für personalisierte Werbung
oder gar den Verkauf an Drittfirmen", so Martin, der
selbst Mitglied im Verbraucherdialog zum Thema "Wea-
rables" vom Ministerium für Verbraucherschutz in
Rheinland-Pfalz ist.

Keine Datenschutzerklärung?
Finger weg!

Wollen Verbraucher die gesammelten Informationen nur
für sich nutzen und nicht im Internet teilen, sollten sie
sich für ein Gerät entscheiden, das auch ohne Verbin-
dung zum Anbieter funktioniert. Eine Datenschutzerklä-
rung muss bei einem neuen Gerät auf
jeden Fall vor-

Fit-ins-neue-Jahr-mit-Wearables

Fit ins neue Jahr mit Wearables. Bild: obs/TÜV Rheinland AG

liegen. Im besten Fall erfüllt der Anbieter sogar schon die neue Europäi-
sche Datenschutz-Verordnung (EU-DSGVO). Für zusätzliche Sicherheit sor-
gen auch Zertifikate wie "Protected Privacy IoT Product" und "Protected
Privacy IoT Service" von TÜV Rheinland. "Wenn Verbraucher auf den Schutz
ihrer Daten achten, können die Fitnessgeräte ein tolles Tool für Sportler
sein. Allerdings sollte man die errechneten Werte entspannt sehen und
sich nicht davon unter Druck setzen lassen. Die Geräte sind schon recht
zuverlässig, aber ihre medizinische Aussagekraft ist nur begrenzt", sagt
Günter Martin.

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